Edelstahl oder Gusseisen? Was ist das beste Material für einen Grillrost

Artikel aktualisiert am von Alex

Wer sich einen Gasgrill oder auch einen Holzkohlegrill kaufen will, der sollte Bescheid wissen über die Vorteile und Nachteile von einem Grillrost aus Edelstahl oder Gusseisen. Denn hier gibt es beim Grillen durchaus Unterschiede. Außerdem gibt es noch Stärken und Schwächen beider Materialien, die bei der Reinigung und der Langlebigkeit eine Rolle spielen.

3-teiliger Grillrost aus Edelstahl

In diesem Guide wollen wir uns das einmal genau anschauen. Tatsächlich gibt es auch noch einige andere Materialien aus denen ein Grillrost bestehen kann, aber die beiden häufigsten sind eben Edelstahl und Gusseisen-Grillroste.

Grillrost aus Edelstahl

Schauen wir uns zuerst einmal den Grillrost aus Edelstahl an. Welche Vorteile hatte er und was sind die Schwächen dieses Materials.

Die Vorteile im Check

Edelstahl ist rostfrei

Der wahrscheinlich größte Vorteil von Grillrosten aus Edelstahl: Sie rosten einfach nicht. Damit sind sie extrem langlebig und auch extremste Witterungsbedingungen machen ihnen einfach nichts aus.

Einfacher zu reinigen

Für regelmäßige Grillpartys ein absoluter Vorteil: Edelstahl ist einfach nicht so anfällig für Verschmutzungen. Denn die Oberfläche von Edelstahl lässt ein wirkliches anhaften kaum zu. Während beim Gusseisen oder auch bei verchromten Edelstahlrosten das schon wieder anders aussieht.

Deshalb lassen Sie sich einfacher reinigen und das ist bei dem wunderbaren Hobby Grillen durchaus ein paar Euro wert.

Absolut lebensmittelecht

Ein bei „Profigrillern“ natürlich bekannter Fakt: Roste aus Edelstahl sind absolut lebensmittelecht. Beim Grillen bedeutet das absolut keine Geschmacksveränderung oder Verfärbung des Grillguts auf dem Edelstahlrost. So schmecken Fleisch und Bratwürste einfach perfekt.

Können hohe Hitze ab

Gerade bei sehr guten Gasgrills, die hohe maximale Temperaturen erreichen, ist Edelstahl besonders temperaturbeständig. Die Roste aus diesem Material lassen sich auch von extremsten Temperaturen nicht beeindrucken.

Sehr einfach in der Handhabung

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Während man bei verchromten Grillrosten darauf achten muss, dass es keine Kratzer gibt, so ist das bei Edelstahl nicht notwendig. Bekommen verchromte Roste nämlich Kratzer und die Schutzschicht ist beschädigt, dann rosten sie schnell.

Edelstahl hat diesen Schutz nicht nötig, denn Rost hat bei diesem Material keine Chance. So muss man nicht so sehr drauf achten, dass man nicht mal irgendwo beim Reinigen dagegen kommt.

Die Nachteile von Edelstahl beim Grillen

Der Preis ist heiß

Und das gilt bei guten Edelstahlrosten sprichwörtlich. Diese sind im Preisvergleich einfach teurer als Grillroste aus anderen Materialien. Deshalb findet man sie auch meist nur bei sehr guten Grills.

Wenn Sie die Wahl beim Kauf haben, ob sie lieber einen günstigeren Grillrost nehmen oder einen aus Edelstahl, dann greifen Sie gleich zum Edelstahlrost. Denn dieser ist so langlebig, dass sich diese Investition definitiv lohnen wird.

Kein perfekter Hitzespeicher

Grillfläche eines Gasgrills
Achte beim Kauf auf die Dicke der Stäbe

Bei kleineren Stäben im Grillrost aus Edelstahl ist tatsächlich die Hitzespeicherung nicht ganz so gut, wie zum Beispiel bei Gusseisen. Die dünnen Edelstahl-Streben können die aufgenommene Hitze nicht so gut speichern. Außerdem nehmen sie erst gar nicht so viel Hitze auf.

Das bei ambitionierten Hobbygrillen und Profis so beliebte Branding des Fleisch und anderen Grillguts ist deswegen nicht ganz so ausgeprägt.

Glücklicherweise kann man das leicht umgehen, indem man beim Kauf auf dickere Stäbe im Grillrost aus Edelstahl achtet.

Grillrost aus Gusseisen

Aber was kann denn nun der Rost aus Gusseisen dem Edelstahlrost entgegenhalten. Schauen wir uns einmal die Vorteile dieses Materials beim Grill an. Fangen wir zuerst mit den Vorteilen an.

Die Vorteile im Check

Der perfekte Wärmespeicher für das beliebte Branding

Das Branding beim Grillen auf Gusseisen wird besonders gut

Der größte Vorteil von Gusseisen ist die optimale Wärmespeicherung. Das Material speichert die Hitze schnell und lange. Dadurch wird die Hitze länger an das Grillgut abgegeben.

Dadurch wird das bei Grillen so beliebte Branding besonders gut erzeugt.

Einfach günstig im Preis

Sieht man es ganz pragmatisch, dann ist eben Gusseisen als Material günstig. D.h. die Roste aus Gusseisen sind viel günstiger als die Roste aus Edelstahl.

Hinweis: kauft man sich einen normalen Grill zu einem günstigen Preis, dann sind die Grillroste meist standardmäßig aus Gusseisen. Ein hochwertiger Edelstahlrost ist einfach zu teuer, um diesen mit einem 200-300 € Standardgrill zu verkaufen. Oft kann man sich dann aber einen dieser hochwertigen Roste nach kaufen, wenn man das möchte.

Nachteile von Gusseisen

Kommen wir aber jetzt zu den Nachteilen. Denn tatsächlich gibt es hier auch ein paar. Fangen wir mal beim Reinigen und der Pflege an.

Höhere Reinigung-und Pflegeaufwand

Denn Gusseisen-Roste darf man nicht mit Wasser oder Spülmittel sauber machen. Diese beginnen dann nämlich sehr schnell zu rosten. Wer es trotzdem tut, der kann seinen Grillrost oft schon nach einer Saison wegschmeißen und sich einen Neuen kaufen. Auch nicht gerade günstig.

Grillrost muss eingebrannt werden

Im Gegensatz zu einem Rost aus Edelstahl ist der Gusseisen-Grillrost für Anfänger schon die erste Herausforderung bei einem neuen Grill. Denn der gusseiserne Grillrost muss tatsächlich vor dem ersten Grillen eingebrannt werden. Und das mehrmals. Auch darf man die dann entstehende Schutzschicht nicht einfach wegputzen. Und welcher Anfänger weiß das schon? Sonst bleibt das Fleisch ganz schnell am Grillrost kleben. Keine schöne Sache.

Wollen Sie indirekt grillen?

Wer auf jeden Fall seine Grillkenntnisse erweitern will und auch mal das indirekte Grillen lernen möchte, der sollte die Finger weg lassen von Gusseisen. Denn durch die sehr langanhaltende Wärmespeicherung ist das indirekte Grillen schwer möglich. Hier sollte man zu einem Edelstahl-Grillrost greifen.

Illustration indirektes Grillen auf dem Gasgrill
Indirektes Grillen sollte jeder mal ausprobieren. So geht es

Alternative: Emallierter Gusseisenrost

Als dickere Alternative zum Edelstahlrost könnte man noch über einen Gusseisenrost mit Emaille-Schutzschicht nachdenken. Hier wird das Gusseisen überzogen mit einer Schicht Emaille. Dadurch ist Dieser vor Rost geschützt und man kann ihn auch einfacher reinigen. Trotzdem kommt er nicht an einen Edelstahlrost dran. Das muss klar sein.

Unser Fazit für alle Griller

Wer sich leisten kann, der sollte definitiv zum Grillrost aus Edelstahl greifen. Zwar zahlt man etwas mehr Geld am Anfang, dafür bekommt man aber einen rostfreien und lebenslang nutzbaren Rost. Die Grillroste verschmutzten fast nicht und lassen sich extrem leicht von Rückständen befreien.

Beim Kauf muss man allerdings wie gesagt auf die Dicke der Stäbe achten. Die einzelnen Stäbe müssen einfach eine gewisse Dicke haben, um Hitze zu speichern.

Wenn Du gerade auf der Suche nach einem guten Gasgrill oder Holzkohlegrill bist, dann schau unbedingt in unsere Guides dazu rein.

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