Was ist besser: Gasgrill oder Holzkohlegrill? Ein Vergleich

Artikel aktualisiert am von Alex

Wie das duftet! Sobald die ersten Sonnenstrahlen Balkon oder Garten erwärmen, ist in deutschen Gärten die Grillsaison eröffnet. Grillen ist inzwischen fast ein Volkssport geworden und Sommer wie Winter stehen die Deutschen am Grill. Das Angebot an Grillgeräten und jeglichen Raffinessen wird immer größer. Daher ist es nun an der Zeit, sich die Basis der köstlichen Beschäftigung einmal genauer anzusehen: der Grill.

Kompakter Gasgrill auf Terasse
Kompakter Gasgrill auf Terasse

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Oder: wie finde ich den richtigen Grill für mich? Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen neuen Grill anzuschaffen, stehen Sie ganz schnell vor der Frage, ob es ein Holzkohlegrill oder ein Gasgrill werden soll. Vielleicht haben Sie ja schon mit dem schicken neuen Grill des Nachbarn geliebäugelt? Im Fachhandel werden Sie auf eine Vielzahl von modischen Modellen stoßen. Schwebt Ihnen sogar etwas größeres vor? Wie zum Beispiel eine Außenküche mit Gasgrill? Lesen Sie hier einige hilfreiche Tipps, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen.

Der Holzkohlegrill

Der klassische Holzkohlegrill ist nach wie vor in vielen Haushalten zu finden und viele Grillfreunde schwören auf den autenthischen Grillgeschmack. Außerdem ist es leichter im Supermarkt einen Sack Grillkohle zu kaufen als mal eben eine Gasflasche zu besorgen. Damit steht auch spontanem Grillen während Geschäftsschluss nichts im Wege. Überzeugte Kohlegriller argumentieren auch, dass es natürlich viel sicherer ist, Holzkohle im Haus oder der Garage zu lagern, als eine Gasflasche, die ein Sicherheitsrisiko darstellen kann (Zum Thema Sicherheit bei Gasflaschen >>).

Seit Jahrzehnten praktisch

Holzkohle für den Grill
Holzkohle für den Grill

Auch die modernen Gas- und Elektrogrillgeräte können den Holzkohlegrill nicht vom Markt verdrängen. Sie erhalten die mobilen Feuerstellen in allen Größen und Varianten. Da gibt es zum Beispiel einen ganz kleinen tragbaren Grill, mit dem Sie im Park spontan mit Ihren Freunden grillen können. Für Zuhause erhalten Sie dann Modelle mit und ohne Deckel.

Interessant sind auch Neuheiten wie der Balkon- oder Geländergrill, der an der Brüstung angebracht wird. So können Sie auch bei ganz wenig Platz Ihre Köstlichkeiten grillen. Wobei wir dann gleich beim großen Aber sind: die Rauchentwicklung. Denken Sie beim grillen mit Holzkohle auch immer an Ihre Nachbarn und seien Sie entsprechend rücksichtsvoll.

Vorteile des Holzkohlegrills

  • Mobil und in allen Größen erhältlich
  • Ermöglicht spontanes Grillen auch an ungewöhnlichen Orten
  • Klassischer Grillgeschmack
  • Flair durch Feuer und Glut
  • Leichter Aufbau

Warum entscheiden sich viele Käufer gegen einen Holzkohlegrill?

Holzkohlegrill Grillrost
Holzkohlegrill Grillrost

Zum einen kam vor einiger Zeit negative gesundheitliche Aspekte immer wieder hoch. Feuer und verbranntes Fett sollen gesundheitsschädliche Stoffe bilden, die den Genuss zunichte machen. Es wurde nach Alternativen gesucht. Die Elektrogrills erlebten einen Aufschwung, aber der typische Holzkohlegeschmack blieb aus. Zusätzlich kann auch die Verbindung Aluminium, durch Aluschalen, und heißes Fett/Glut zu unerwünschten Reaktionen führen. Aus Umweltsicht sollten Sie auf Holzkohle mit FSC-Siegel achten. Es garantiert, dass das Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn im Jahr 2012 wurden zum Beispiel 243.000 Tonnen Grillkohle nach Deutschland eingeführt.

Das spricht gegen einen Holzkohlegrill

  • Die Verbindung Fett/Feuer/Glut und verbrannte Speisen können gesundheitsschädlich sein
  • Holzkohle wird nicht immer umweltverträglich hergestellt
  • Rauchentwicklung ist lästig und nicht immer zulässig
  • Keine gleichmäßige Hitzeverteilung: Grillgut außen verbrannt, innen roh

Zum Holzkohlegrill Test >>

Die Alternative: Der Gasgrill

Gasgrillgeräte liegen voll im Trend. Preislich gibt es nach oben kaum eine Grenze und das Design wird edel und stylisch gehalten. Natürlich können Sie auch zu preiswerteren Geräten greifen. Achten Sie aber unbedingt auf die Sicherheit! Gas ist nicht ganz ungefährlich und daher sind die Gasleitungen und Anschlüsse regelmäßig zu warten. Auch die Lagerung der Gasflaschen ist nicht ohne und wenn die Gasflasche leer ist, aber der Händler am Sonntag geschlossen hat, wird es nichts mit einer spontanen Grillparty. Und mal eben den Grill mit zu Freunden nehmen ist durch die schwere Gasflasche auch eher unpraktisch.

Aber der Gasgrill ist aufgrund einiger unschlagbarer Faktoren extrem beliebt: Das lästige und nicht ganz ungefährliche Anfeuern entfällt und es gibt keine Rauchentwicklung durch Grillkohle. Das freut die Nachbarn und Gäste. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Grill in ganz kurzer Zeit eine optimale Hitze entwickelt hat. So kann das Steak bei perfekter Temperatur auf den Grill.

Zubehör zum Gasmodell

Grillfläche eines Gasgrills
Grillfläche eines Gasgrills

Bei einem Gasgrill ist die Auswahl an Zubehör wesentlich größer als beim Holzkohlegrill. Mit dem passenden Grillrost können verschiedene Gerichte zubereitet werden. Auch ein Pizzastein ist für Kugelmodelle erhältlich. Die Autoren der Rezeptbücher haben sich dem Trend angepasst und viele Grillrezepte sind für Gasgeräte ausgerichtet.

Ein Plus für den Gasgrill

  • Kein offenes Feuer
  • Keine Rauchentwicklung durch Kohle
  • Schnelle, gut regulierbare Hitze
  • Umweltverträglicher als Holzkohle
  • Umfangreiches Zubehör
  • Große Auswahl an Modellen

Wenig Minus für den Gasgrill

  • Gasanschlüsse müssen sehr gut gewartet werden
  • Lagerung von Gasflaschen kann problematisch sein

Was haben beide Grillgeräte gemeinsam?

Erstaunlicherweise ist der Grillgeschmack zwischen Holzkohle und Gasgrill gar nicht so unterschiedlich. Verschiedene Verkostungen fallen oft sehr ähnlich aus und das beliebte Branding erhalten Sie beim Kohlegrill genauso wie beim Gasgrill. Mehr Auswahl an unterschiedlichen Grillrosten und Zubehör erhalten Sie inzwischen jedoch eher beim Gasgrill. Wenn Sie partout den Holzkohlegeschmack vermissen, können Sie beim Gasgrill sogenannte Smokerchips verwenden.

Das funktioniert übrigens bei beiden Grillvarianten, nur muss der Grill einen Deckel haben. Bei der Reinigung gibt es auch keine nennenswerten Unterschiede. Gereinigt werden müssen sie beide. Am besten durch ausbrennen, dann die Reste mit Asche – vom Holzkohlegrill – oder Lappen entfernen. Nur bei sehr starker Verschmutzung sollten Sie scharfe Reiniger verwenden.

Fazit zum Vergleich

Letztendlich müssen Sie entscheiden, welches Gerät zu Ihnen am besten passt. Wer viel Platz und wenig Nachbarn hat, greift vielleicht lieber zu der wild-romantischen Holzkohleversion. Wenn Sie hingegen mehr Komfort und schnelle Grillergebnisse haben möchten, ist der Gasgrill die richtige Entscheidung. Und zu guter Letzt: Wer sich gar nicht entscheiden kann, für den hat der Markt inzwischen Grillgeräte die beide Varianten kombinieren: Holzkohlegrill auf der einen Seite des Geräts und neben dran der Gasgrill. Dann ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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