6 Tipps zum richtigen Grillen

Eigentlich hätten wir den Artikel auch: 6 Tipps zum optimalen Grillen nennen können: Denn richtig Grillen ist auch immer persönlicher Geschmack. Selbst die besten Grillmeister sind oft nicht immer einer Meinung, wenn es um das Grillen geht.

Fleisch wird anders mariniert wie Fisch
Fleisch wird anders mariniert wie Fisch

Im folgenden wollen wir Ihnen aber einige Tipps geben zu dem richtigen Umgang beim Grillen mit dem Grill und dem Grillgut.

Denn immer noch gibt es einige Mythen und Märchen, die oft auch in Hobbyforen zum Grillen weiterverbreitet werden. Oft ist es schwer hier zwischen Wahrheit und Meinung zu unterscheiden, weil viele auch vehement falsche Ansichten vertreten. Im Prinzip ist es sogar so, dass meistens die mit wenig Ahnung ihre Meinung am vehementesten vertreten und damit andere verunsichern.

Aber schauen wir uns einmal die Tipps im folgenden an.

Den Grill richtig vorheizen

Anfang wollen wir mit einem Klassiker: das vorheizen des Grills! Einige machen es falsch, andere machen es gar nicht und wiederum andere wissen wie es geht. Tatsache ist: der Grill muss vorgeheizt werden, wenn das Grillergebnis sehr gut sein soll.

Integriertes Grillthermometer im Deckel
Integriertes Grillthermometer im Deckel

Unterscheiden muss man hier natürlich zwischen einem Gasgrill und einem Holzkohlegrill. Beim Holzkohlegrill wartet man darauf, dass die Holzkohle bzw. die Briketts schön rot glühen und gleichmäßig die Glut verteilt ist. Ist sie das nicht, verteilt man die Glut selber. Die Temperatur auf der Grillfläche sollte dann bei ca. 260° sein.

Beim Gasgrill geht es einfacher: man stellt alle Brenner des Gasgrills auf die maximale Heizleistung und schließt natürlich den Deckel (sofern man einen Deckel hat). Ideal ist es wenn man ein Grillthermometer im Deckel hat. Dann kann man einfach ablesen wann der Grill die gewünschten 260° erreicht hat.

Erst jetzt sollte man anfangen sein Grillgut, wie Steaks und Würstchen, auf den Grill zu legen.

Anzünder verwenden oder nicht?

Was man auf jeden Fall nicht tun sollte ist Brennspiritus zu verwenden. Immer noch gibt es Menschen die leicht entzündliche Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Brennspiritus, verwenden um ihre Holzkohle anzuzünden. Das ist nicht nur gefährlich wegen der Verpuffungen, sondern auch völlig ungesund. Denn dadurch hat man später im Grillrauch chemische Rückstände und isst diese dann mit. Na Prost!

Verwenden kann man sehr gut die heute gebräuchlichen Anzündkamine. Hier wird die Holzkohle zum glühen gebracht, bevor man sie dann in den Grill tut.

Eine andere Alternative sind die im Handel verbreiteten Anzündwürfel. Diese sorgen dafür, dass die Holzkohle schnell zum glühen kommt. Allerdings gibt es natürlich auch die Klassikfreunde, die das ganze mit Papier und Holzstücken machen. Das ist übrigens auch der Favorit des Autors. Denn ich habe trotzdem immer das Gefühl den Anzündwürfel irgendwie raus zu schmecken, mit seinem chemischen Geschmack.

Nicht den Rost einölen

Grillfläche eines Gasgrills
Grillfläche eines Gasgrills

Eine Unsitte, die immer noch von Vielen gemacht wird. Sie Ölen den Rost ein und glauben dadurch ein ankleben zu verhindern. Das stimmt zwar, allerdings tropft das Öl dann auch sehr leicht in die offene Flamme des Holzkohlegrills, was zum Brennen führt und ihr schönes Steak verbrennt.

Richtig ist: das Grillgut wird eingeölt! Damit wird ein leckerer Geschmack erreicht und das Grillgut klebt nicht am Rost. Dies funktioniert übrigens viel besser. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie es mit der Ölmenge nicht übertreiben: leichtes einölen reicht vollkommen aus!

Direktes oder indirektes Grillen?

Auch wenn viele heute nicht wissen was indirektes und direktes Grillen überhaupt bedeutet, so ist das doch wichtig zu wissen. Wer nur Würste und dünne Steaks grillt, der kann immer direkt Grillen. Indirektes Grillen ist hier nicht geeignet.

Aber was heißt direktes Grillen überhaupt?

Direktes Grillen bedeutet das die Hitzequelle, also die Glut oder die Brennerflamme, direkt unter dem Grillgut ist. Die Hitze wird also direkt auf das Grillgut eingebracht. Direktes Grillen!

Was ist indirektes Grillen?

Aus der gerade eben erfolgten Definition des direkten Grillens kommt man natürlich direkt auf die Definition des indirekten Grillens. Indirektes Grillen findet immer dann statt wenn die Hitzequelle nicht direkt unter dem Grillgut ist. Die Wärme bzw. Hitze wird also indirekt auf das Grillgut eingebracht.

Wann wird nun aber direktes Grillen bevorzugt und wann indirektes Grillen?

Immer wenn sie kleine Grillstücke haben, die in kurzer Zeit fertig gegrillt werden können, wie zum Beispiel Steaks oder Bratwürste, dann ist direktes Grillen angesagt. Wenn sie allerdings sehr große Grillstücke haben, beispielsweise ein Braten, dann ist indirektes Grillen angesagt. Weil ansonsten der äußere Teil des Grillguts relativ schnell verbrennen würde, während der innere noch nicht ausreichend erhitzt worden ist. Es handelt sich also eher um ein Garen.

Meine Empfehlung:
Für das indirekte Grillen ist unbedingt ein Grillthermometer notwendig. Entweder ein im Deckel integriertes oder ein separat gekauftes. Hier finden Sie unseren Grillthermometer Test

Die Zufuhr der Luft muss bedacht werden

Holzkohlegrill auf Terasse
Holzkohlegrill auf Terasse

Gerade Holzkohlegrills brauchen einfach die richtige Zufuhr von Luft. Dafür sind an einem Holzkohlegrill, zumindest an einem Guten, Lüftungsschieber und Lüftungsregler angebracht.

Mit diesen lässt sich dann die Luftzufuhr regulieren. Denn wie jeder weiß braucht Feuer Luft bzw. Sauerstoff.

Bei einem Gasgrill ist die Luftzufuhr übrigens über die Öffnungen unterhalb des Gasgrills sichergestellt.

Benutze immer den Deckel

Ein weiterer wichtiger Tipp ist beim Grillen immer den Deckel des Grills zu schließen. Gerade die Unart vieler „Amateur-Griller“ den Deckel dauernd anzuheben, um nach dem Grillgut zu schauen, ist ein Fehler. Das Grillen ohne Deckel sowieso. Denn natürlich wird eine optimale Grilltemperatur nur erreicht wenn der Grill geschlossen ist (und bleibt).

Dadurch wird der Grillrost sehr viel heißer gehalten und die Grillzeit bzw. Garzeit deutlich verkürzt. Das verhindert ein Austrocknen des Grillguts. Ein weiterer Vorteil ist die viel geringere Rauchentwicklung bei geschlossenem Grill. Und gerade beim Holzkohlegrill wird das entflammen wesentlich reduziert, weil die Luftzufuhr bzw. Sauerstoffzufuhr geringer ist.

Unser Hinweis: immer wenn Sie den Deckel bzw. die Haube des Grills öffnen, um ihr Grillgut zu bewundern, verliert der Grill extrem viel Hitze. Dadurch verlängert sich nicht nur die Grillzeit, sondern das Fleisch trocknet durch die längere Grillzeit auch mehr aus.

Der erfahrene Griller wendet deswegen sein Fleisch auch nur einmal. Das hilft nicht nur beim karamellisieren des Grillguts, sondern verhindert auch eine zu lange Grillzeit.

Was ist karamellisieren?

Unter der karamellisieren des Grillguts versteht man die Bräunung. Hier werden die leckeren Aromen und Geschmacksstoffe entwickelt die das Grillfleisch für uns so lecker machen. Deshalb sollte man das Fleisch nur einmal wenden.

Das Fazit

Auch beim Grillen sollte man ein paar Sachen beachten, damit Fleisch und Würste einfach viel besser schmecken. Dabei sind die wesentlichen Dinge sehr einfach. Schon mit den paar Infos aus unserem Artikel hier werden Sie viel leckere Fleischstücke von ihrem Grill nehmen.

Wenn Sie erst einmal vom Grillen begeistert sind, dann können Sie sich auch einmal ein Grillbuch durchlesen. Hier bekommt man sehr viele Tipps wie das Fleisch und die Würste vom Grill noch besser schmecken.

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