Gasgrills im Vergleich mit Holzkohlegrills: Vorteile und Nachteile

Endlich fängt wieder die Grillsaison an! Darauf haben wir Grillfans schon so lange gewartet. Auch wenn das Wetter dieses Jahr noch nicht ganz so gut ist, haben die meisten schon einmal ihren Grill herausgeholt, ordentlich geputzt und instandgesetzt, um endlich wieder das Wochenende zum Grillerlebnis zu machen.

Camping Gasgrill auf Terrasse
Ein Camping Gasgrill im Einsatz

Unser Hinweis: in unserem Ratgeber finden Sie sowohl Artikel zur richtigen Reinigung eines Gasgrills, als auch die Wartung im Frühjahr. Denn natürlich hat die lange Standzeit unseren Grills nicht so gut getan und einige Dinge sind jedes Frühjahr wieder aufs Neue zu prüfen.

Schauen Sie sich einfach mal dazu unsere Artikel an:

Pünktlich zum Start der Grillsaison kommen dann wieder die altbekannten Diskussionen am Stammtisch auf, ob nun ein Holzkohlegrill besser ist oder ein Gasgrill. Jedes Jahr das Gleiche und es wird wohl nie ein abschließendes Ergebnis dazu geben! Denn einige der Argumente sind einfach irrational und eher den Emotionen geschuldet.

Deshalb plädieren wir ja schon lange dafür, dass man es einfach so machen sollte wie man es bevorzugt. Aber das ist natürlich kein rationales Argument und deshalb schauen wir uns in diesem Artikel einmal die Vorteile und Nachteile der beiden Grilltypen an.

Die Aufheizzeit bzw. Vorbereitungszeit

Jeder Fan von Gasgrills findet diesen einfach sehr praktisch:

  • Gasflasche angeschraubt und aufgedreht
  • (Piezo) Zündung betätigt
  • Brenner ist betriebsbereit
  • Kurze Aufheizzeit von wenigen Minuten
  • Grillgut auf den Grill
  • Leckere Steaks und Würstchen sind dann sehr schnell fertig
  • Grill ausschalten
  • Fertig, o. k. zugegeben, die Reinigung nicht vergessen

Das ist ungefähr der Ablauf den jeder Gas-Griller nur allzu gut kennt.

Gasgrills sind schnell einsatzbereit!

Um es auf den Punkt zu bringen: das Grillen mit Gas geht einfach sehr viel schneller als mit Holzkohle. Hat man spontan Lust am Wochenende etwas zu grillen, dann ist der Gasgrill innerhalb von 5 Minuten einsatzbereit. Da kann kein Holzkohlegrill mithalten.

Das ist einer der wesentlichsten Vorteile des Grillens mit Gas!

Bei einem großen Holzkohlegrill kann alleine das Warten auf die gleichmäßige Glut der Holzkohle schnell mal 20-30 Minuten dauern. Danach muss man sie erst einmal verteilen und kann dann erst loslegen. Also braucht man schon mal eine halbe Stunde Vorlaufzeit bis es losgehen kann. Das geht mit dem Gasgrill in 5 Minuten!

1:0 für den Gasgrill: die Vorbereitungszeit ist extrem viel kürzer als beim Holzkohlegrill.

Das Nachlegen der Holzkohle

Holzkohlegrill auf Terasse
Holzkohlegrill auf Terasse

Wer beispielsweise eine Gartenparty schmeißt der kennt das Problem: hat der Holzkohlegrill endlich eine schön verteilte Glut mit der richtigen Grilltemperatur erreicht, dann muss man sich schon bald wieder Gedanken über das richtige nachlegen von Holzkohle machen.

Denn tut man das nicht, dann verliert der Grill relativ schnell an Hitze und an ein leckeres Steak ist dann nicht mehr zu denken.

Nicht gerade sehr praktisch, wenn man seine Freunde zu Besuch hat und eigentlich eher sich mit seinen Besuchern unterhalten möchte, als sich um seinen Grill zu kümmern.

Anders beim Gasgrill: solange Gas in der Gasflasche ist bleibt die Grilltemperatur konstant. Das Grillen über Stunden ist damit überhaupt kein Problem.

2:0 für den Gasgrill: längere Grilleinheiten benötigen kein nachlegen von Holzkohle.

Das Beenden des Grillens: ausglühen oder abschalten?

Ist man fertig mit dem Grillen, dann kann man beim Gasgrill einfach den Brenner ausschalten. Eine Drehung des Zünders genügt in aller Regel und der Grill geht aus. Eine saubere Sache!

Anders beim Holzkohlegrill: denn die glühende Holzkohle kann man nicht einfach ausschalten! D.h. man hat noch das lästige ausglühen vor sich. Hat man natürlich genug Zeit, dann ist dies kein Problem. Beim trinken eines Biers mit seinen Freunden kann man das ausglühen sozusagen nebenbei durchführen.

Ist man aber beispielsweise auf dem Campingplatz und möchte wegfahren, dann kann man das eben nicht gleich tun.

3:0 für den Gasgrill: ausglühen ist nicht notwendig!

Die Reinigung

Reinigungsschwamm für den Grill
Reinigungsschwamm für den Grill

Auch wenn wir bei unserer Recherche für diesen Artikel immer wieder auf den Hinweis gestoßen sind, dass die Reinigung eines Gasgrills schneller gehen soll als eines Holzkohlegrills, so sind wir da nicht so sicher.

Das immer wieder betonte reine Bürsten des Grillrost bei einem Gasgrill reicht unserer Erfahrung nach nicht aus. Schließlich muss man auch das Gehäuse reinigen von den Spritzern. Und auch ein guter Grillrost lässt sich nicht hundertprozentig durch aufheizen und abbürsten reinigen. Da gehört zumindest hin und wieder schon mehr Arbeit dazu.

Beim Holzkohlegrill sieht es beim Grillrost im Prinzip genauso aus vom Arbeitsaufwand. Natürlich muss man ab und zu auch mal das Gehäuse reinigen, aber im Prinzip ist das genauso viel oder wenig Arbeit wie beim Gasgrill.

Unentschieden: der Reinigungsaufwand ist unserer Meinung nach bei beiden Grilltypen gleich

Die Rauchentwicklung und die lieben Nachbarn

Zahlreiche Fernsehsendungen haben sich inzwischen diesem Problem gewidmet: die lieben Nachbarn die sich über die Rauchentwicklung beim Grillen beschweren. Tatsächlich gibt es wohl auch die Spezies Nachbar die deswegen zum Rechtsanwalt rennt und den Nachbar verklagt. Das haben wir persönlich zwar noch nicht erlebt, aber das scheint es immer wieder zu geben.

Viele sagen das man das Problem mit einem Gasgrill umgehen kann, aber wir sind da nicht so sicher.

Hat man einen derart unsympathischen Zeitgenossen in seiner Gegend wohnen, dann wird sich dieser sicher auch über die Geruchsentwicklung beim Grillen mit Gas beschweren. Denn anders als viele behaupten hat man auch beim Gasgrill eine gewisse Rauchentwicklung. Natürlich ist diese nicht vergleichbar mit einem Holzkohlegrill, aber der Geruch breitet sich auch auf den Balkonen der Nachbarn aus.

Trotzdem kann man sagen, dass das Grillen mit einem Gasgrill weniger Rauch entwickelt und weniger Gestank als mit einem Holzkohlegrill.

3:0 für den Gasgrill: die Rauchentwicklung bzw. Geruchsentwicklung ist viel geringer

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Holzkohle für den Grill
Holzkohle für den Grill

Hier punktet ganz klar der Holzkohlegrill! Einen guten Holzkohlegrill gibt bekommt man viel günstiger, weil die aufwändige Technik eines Gasgrills nicht notwendig ist. Es werden keine Brenner benötigt und auch nicht die dafür notwendigen Vorrichtungen.

Deswegen bekommt man Holzkohlegrills einfach viel günstiger.

Dafür kann man natürlich argumentieren, dass die Holzkohle teurer ist als das Gas, aber mit solchen Kleinbeträgen wollen wir uns hier nicht beschäftigen. Wer kein Geld für Holzkohle ausgeben will, der sollte nicht Grillen. Auch der Kauf von Gasflaschen ist sehr günstig. Trotzdem ist die Holzkohle etwas teurer, das muss man schon zugeben.

1:3 (für) den Holzkohlegrill: die Anschaffung des Holzkohlegrills ist einfach viel günstiger, auch wenn die Holzkohle teurer als Gas ist.

Der Flair und das Gefühl des Grillens

Grillen an einer schönen Grillstelle
Grillen an einer schönen Grillstelle

Das „Totschlagargument“ aller Holzkohle-Griller gegenüber den Gas-Grillern ist immer das Argument des Flairs und des Gefühls beim Grillen.

Das Anzünden der Holzkohle und die daraufhin entstehende Glut bringt das Herz von so manchem Grillmeistern zum Schlagen. Die Rauchentwicklung und der Geruch der Steaks und Würstchen auf dem Grill soll ein schöneres Erlebnis sein, als bei einem Gasgrill.

Diesem Argument kann man im Prinzip nichts entgegenhalten, weil es ein emotionales ist.

Deshalb wollen wir es hier so stehen lassen und können dem durchaus etwas nachempfinden. Allerdings bevorzugt der Autor das Grillen an einer schönen Grillstelle in der Natur. Und das mit Holz.

2:3 (für) den Holzkohlegrill: das Grillen hat einfach mehr Flair!

Unser Fazit

Unter dem Strich kann man sagen, dass der Gasgrill einige Vorteile gegenüber dem Holzgrill hat. Der Gasgrill schneidet in unserem Vergleich mit 3:2 ab, allerdings ist das eben nur unsere persönliche Meinung.

Auch der Holzkohlegrill hat einige Vorteile und gerade der Flair beim Grillen ist tatsächlich ein anderer. Man nimmt sich mehr Zeit dazu und es hat eine angenehmere Atmosphäre.

Dem gegenüber steht das Grillen auf dem Gasgrill, das sehr unkompliziert und schnell ist. Ideal wenn man einmal nicht so viele Zeit hat für des Deutschen liebsten Hobby. Unter dem Strich kann man festhalten das beide Grillarten ihren Vorteil haben. Und beide ihre Nachteile.

Deshalb hat der Autor selber sowohl einen Gasgrill, als auch einen Holzkohlegrill zu Hause stehen und entscheidet sich je nach Lust und Laune für das ein oder andere Modell. Ein Ratschlag den ich gerne weitergeben kann.

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