Direktes und indirektes Grillen – So geht’s

Grillen wird immer raffinierter! Direktes und indirektes Grillen sind 2 Alternativen für das Grillvergügen am Wochenende. Wir stellen Ihnen die beiden Varianten vor und zeigen Ihnen wie es geht. Welche Variante zu Ihnen passt, erfahren Sie hier.

Direktes Grillen an einer Grillstelle

Direktes Grillen an einer Grillstelle

Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass Grillen zu einen der deutschen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Egal ob Sommer oder Winter – gebrutzelt wird immer gern. Wer Familie und Freunde mit neuen Köstlichkeiten überraschen möchte, sollte sich mit den verschiedenen Grillmethoden beschäftigen.

Der Klassiker – Das direkte Grillen über der Glut

Zur klassischen Zubereitung gehört sicherlich das grillen direkt über der Glut mit Holzkohle. Diese Methode dürfte den meisten Grillfreunden bekannt sein. Die Holzkohle wird in einem handelsüblichen Grill entzündet, und wenn nur noch die Glut vorhanden ist, ist der perfekte Zeitpunkt zum Fleisch auflegen gekommen. Einige Grillmeister bevorzugen inzwischen einen Gasgrill. Selbstverständlich können Sie hier genauso mit direkter Hitze grillen.

Welches Grillgut ist für das direkte Grillen geeignet?

Da die Hitze der Glut oder der Gasflamme direkt auf das Grillgut einwirken, können Sie Ihr Grillergebnis mit den richtigen Zutaten positiv beeinflussen. Bereits nach rund 10 Minuten können Sie Ihre Leckereien genießen. Allerdings sollten Sie sich nicht zu weit vom Grill entfernen, denn die starke Hitze erfordert mindestens ein einmaliges Wenden des Grillguts.

Keine Fleischstücke direkt gegrillt

Keine Fleischstücke direkt gegrillt

Für direkte Hitze eignen sich kleine Fleischstücke oder Burger, die schnell gar sind und durch das scharfe anbraten erst das richtige Aroma bekommen. Es bildet sich eine krosse Kruste, die Ihre Steaks innen saftig bleiben lässt.

Grillgemüse wie eine knackige Paprika oder auch Zucchini und Auberginen eignen sich besonders gut für die sehr heiße und direkte Hitze. Alle Fleischstücke wie Hähnchenbrust oder Fischfilets werden sehr schnell gar und brauchen nur kurz und dafür intensiv auf den Grill. Wer auf das typische Grillmuster vom Rost nicht verzichten möchte, ist mit dem direkten Grillen bestens bedient.

Vorteile des direkten Grillen auf einem Blick:

  • Perfekt für kleine Fleischarten, die schnell gar werden
  • Köstliche Kruste
  • Röstaromen entwickeln sich optimal
  • Durch die Hitze schließen sich die Poren, das Fleisch bleibt saftig
  • Gemüse bleibt knackig
  • Das Grillmuster steht für typischen Grilllook

Sie möchten etwas Neues ausprobieren? Nutzen Sie die indirekte Methode!

Dann testen Sie einmal die indirekte Grillmethode. Gerade wenn Sie größere Fleischstücke oder sogar ganze Hähnchen grillen möchten, ist das indirekte Grillen der richtige Weg. Als Anhaltspunkt können Sie Grillgut nehmen, dass mindestens 15 Minuten – eher länger – zum garen braucht.

Indirektes Grillen – aber wie?

Notwendig ist ein Grillthermometer

Notwendig ist ein Grillthermometer

Während das direkte Grillen mit jedem Grill möglich ist, gibt es beim indirekten Grillen gleich eine Besonderheit: Egal ob Kohle oder Gas, Sie brauchen einen geschlossenen Grill mit Deckel. Sehr häufig wird ein Kugelgrill verwendet.

Wenn Sie sich einen neuen Grill zulegen, achten Sie darauf, dass der Grill ein Thermometer hat. Denn beim indirekten Grillen sollte die Gartemperatur zwischen 160 und 200 Grad liegen – nicht mehr!

Fast alle Grills mit Haube (was Voraussetzung für das indirekte Grillen ist) haben inzwischen ein integriertes Grillthermometer im Deckel.

Unser Tipp: Grillthermometer für Profis
Wenn sie noch genauere Infos über die Gartemperatur im Grill und direkt im Fleisch möchten, dann sollten Sie sich ein gutes Grillthermometer zulegen. Mit diesem können Sie nicht nur die Temperatur im Grill messen, sondern auch im Fleisch. Damit erzielen Sie perfekte Ergebnisse. Wir haben die besten Grillthermometer getestet.

Zum Grillthermometer Test >>

So wird ein Grillthermometer richtig verwendet >>

So bekommen Sie perfekte Ergebnisse

Bei einem Holzkohlegrill achten Sie wie gewohnt auf eine gute Glut. Es sollten keine schwarzen Kohlestückchen mehr am brennen sein. Üblich ist es, die Glut unter dem Rost von der Mitte aus an den Rand zu schieben. Stellen Sie einen Schale mit Wasser in die Mitte, die das herabtropfende Fett auffängt. Unter dem Grillgut sollten Sie keine direkte Hitzequelle mehr haben. Legen Sie Ihr Grillgut nun in die Mitte auf Ihr Rost. Schließen Sie den Deckel und überprüfen Sie die Temperatur. Jetzt heißt es warten und anschließend genießen.

Beim Gasgrill verfahren Sie ähnlich. Hat Ihr Gasgrill drei Brenner, schalten Sie den mittleren Brenner aus. Dann legen Sie Ihr Fleisch in die Mitte. Es darf keinen Kontakt mit den Flammen der anderen Brenner haben. Auch hier verschließen Sie den Grill und kontrollieren die Temperatur.

Durch den geschlossenen Grill zirkuliert die Luft innerhalb der Kugel und verteilt die Hitze gleichmäßig. Das Fleisch wird von allen Seiten sanft gegart.

Besonders praktisch für Sie: Die Gefahr des Verbrennens und das lästige Wenden entfällt. Sie können das indirekte Grillen ein wenig mit Ihrem Backofen zu Hause vergleichen, wenn Sie einen Braten mit Umluft zubereiten.

Welches Fleisch ist für das indirekte Grillen geeignet?

Gerade das indirekte Grillen eignet sich sehr gut für dicke Fleischstücke. Ganze Hähnchen, Braten, sehr dicke Steaks oder auch Rippenstücke sind die klassischen Zutaten für diese Grillmethode. Wie Sie sicherlich schon merken, sind beispielsweise Bratwürstchen nicht für diese Art der Zubereitung geeignet.

Vorteile beim indirekten Grillen:

  • Besonders für dicke, kräftige Fleischstücke
  • Grillgut wird besonders zart
  • Keine gesundheitsschädlichen Fettverbrennungsstoffe
  • Lässt sich hervorragend mit der direkten Methode kombinieren

Tipp für noch mehr Raffinesse

Wenn Sie Ihr gutes Stück Fleisch noch veredeln wollen, kombinieren Sie beide Grillmethoden. Sie können am Anfang eine Kruste und Röstaromen durch das intensive direkte Grillen erzeugen und dann ihr Fleisch mit der indirekten Garmethode langsam zart werden lassen. Genauso können Sie auch andersherum verfahren: Garen Sie Ihren Braten sanft beim indirekten Grillen, streichen dann das Fleisch mit einer kräftigen Marinade ein und geben durch direkte Hitze einen feurigen Abschluss. Köstlich!

Fazit

Über Geschmack lässt sich nicht streiten! Beide Grillarten haben ihre Berechtigung. Ein lasches Würstchen schmeckt genauso wenig wie ein verbrannter Braten, der innen noch roh ist. Werden Sie kreativ und verbinden Sie beide Methoden miteinander und Sie werden von dem Geschmack überrascht sein. Wenn Sie sich überlegen, einen neuen Grill anzuschaffen, achten Sie darauf, dass Ihr Grill beide Varianten beherrscht und ein Thermometer vorhanden ist.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen und sehr guten Grill sind, dann schauen Sie mal in unsere Gasgrill Tests rein.
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Kommentar abgeben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *